Die Senioren an der Wahnbachtalsperre

Die Senioren an der Wahnbachtalsperre

Am 7. März folgten 48 Seniorinnen und Senioren der Einladung von Dietrich Meißner zur geführten Besichtigung der Wahnbachtalsperre und der Wasseraufbereitungsanlage Siegelsknippen. Aus seiner früheren Tägigkeit als Oberkreisdirektor konnte Walter Kiwit seine besonderen Kontakte zu den Betreibern der Wahnbachtalsperre einbringen und uns dadurch eine hervorragende Betreuung bei unserer Besichtigung ermöglichen.

Die Besichtigung erfolgte in zwei Abschnitten. Zunächst ging es in die Staumauer bis unter den Stausee. Anschließend erfolgte die Führung durch die Wasseraufbereitungsanlage.

Nach einer generellen Einführung in die Geschichte und den Aufbau der Staumauer führten uns mehr als 200 Stufen in die Tiefe unter den Stausee. Vorbei an einigen Seitenstollen in der Staumauer und Kontrollschächten für die Sicherheit des Staudamms ging es in den Grundablassstollen. Vom Entnahmebauwerk, Druckkammern und dem Kreuzungsbauwerk entlang der beiden Druckrohre ging es über knapp 200 m durch den Grundablassstollen bis zum Schieberhaus und der Pumpstation, von der das Wasser in die Wasseraufbereitungsanlage gepumpt wird.

Die Talsperre wurde in nur 4 Jahren ( 1954 – 1958 ) Bauzeit errichtet. Dafür mußten zahlreiche Bauwerke und kleine Ortschaften des Wahnbachtals verlegt werden. Bei Niedrigwasser können diese zeitweise noch „auftauchen“. Die Wasserzufuhr für den Stausee gewährt zu ca. 80 % der Wahnbach, der dem Stausee auch seinen Namen gab. Der Stausee liegt in einer ländlichen Gegend, was nicht nur Vorteile bringt. Am oberen Zulauf wird der Zufluß insbesondere von den landwirtschaftlichen Einflüssen, wie z.B. Phosphorverbindungen, vorgeklärt.

Ein Schwerpunkt der Wasseraufbereitung liegt in der vom Verband weiterentwickelten Flockungsfiltration und der neu entwickelten Desinfektion durch UV-Licht und Ultraschall. Die Wahnbachtalsperre mit der Wasseraufbereitungsanlage ist eine der modernsten Trinkwasseraufbereitungsanlagen der Welt. So können sich die Nutzer der weiten Versorgungsumgebung - Hauptabnehmer sind die Städte Bonn, Siegburg und deren Nachbarorte - bis nach Windeck über eine hervorragende Trinkwasserqualität freuen.

Wir durften auch als erste Besucher den neuen Film des Wahnbachtalsperrenverbandes ( WTV )über die Talsperre und die Trinkwasseraufbereitung anschauen. Ein spannender Nachmittag mit dem Einblick hinter die komplexen Vorgänge der für uns so selbstverständlichen Versorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser. Bei den Herren Eckschlag, Fenske und Gasparitsch, alle langjährig mit der WTV verbunden, konnten wir uns für die engagierte und interessante Führung bedanken. Besonders vielen Dank gilt Dietrich Meißner für die Organisation und Ulla und Walter Kiwit für die Unterstützung. Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im „Franzhäuschen“ bedankte sich Dr. Dieter Pache im Namen der Teinehmer für den interessanten Nachmittag.

Der Besuch der Wahnbachtalsperre war das letzte der drei Winterevents.

Am 11. April starten wir mit einem Spaßturnier die Turniersaison 2017. Das „Osterhasenturnier“ wird von Antje und Ralf Firmenich ausgerichtet.

Winterevent "Arithmeum"

„Rechnen einst und heute“, eine Zeitreise

Für das zweite Winterevent hatten sich 46 Seniorinnen und Senioren angemeldet. Dietmar Schulte nahm uns mit auf eine interessante Zeitreise der Arithmetik und der technischen Entwicklung des mechanischen Rechnens.

Das Forschungsinstitut für diskrete Mathematik in Bonn war das Ziel. Aus einem Hobby von Professor Herbert Korte heraus entstand eine weltweit einmalige Sammlung historischer Exponate mechanischer Rechenmaschinen. Bereits als Student begann er interessante Exemplare zu sammeln.

Die Sammlung beinhaltet den Bogen von den ersten bekannten Rechenmechaniken bis hin zur heutiger moderner höchstintegrierter Logikchiptechnik mit interaktivem Lernprogramm für die Besucher..

Mit unterschiedlich gefärbten Haupt- und Nebenschnüren merkten sich die Inkas im 14. Jahrhundert ihre vertraglichen Vereinbarungen. In Japan fanden sich „Strohrechner“, in China der Suanpan oder auch der heute noch benutzte Abakus.

Viele Rechenmaschinen waren den Besuchern aus ihrem früheren Berufsleben durchaus noch bekannt. Die ersten Maschinen waren hochkomplizierte feinmechanische Kunstwerke, wie z.B. die „Archimedes“. Mancher hatte noch eine „Brunswiga“ auf seinem Schreibtisch stehen, oder im Studium mit endlosem Kurbeln Nullstellen bestimmt.

Aus vielen Agentenfilmen über den Zweiten Weltkrieg ist die legendäre Chiffriermaschine „Enigma“ bekannt.

„Rechnen einst und jetzt“. Wenn dieser Tage zu lesen ist, daß in China am schnellsten Supercomputer gebaut wird, der eine Trillion ( Eine 1 mit 18 Nullen ) Rechenoperationen in der Sekunde ausführen können soll, erkennen wir, welche wahnsinnige technische Geschwindigkeit die Entwickung der Rechenmaschinen genommen hat.

Eine schöne Idee von Dietmar Schulte, die auch ein wenig nachdenklich stimmte. Da kam der gemütliche Abschluß im Restaurant Rose gerade recht um sich über die erlebte Ausstellung auszutauschen.

Thea Deml bedankte sich bei Dietmar Schulte im Namen der Seniorinnen und Senioren für den gelungenen Nachmittag.

Das nächste Winterevent findet am 7. März unter der Führung von Dietrich Meißner an der Wahnbachtalsperre statt.

Anmeldung Senioren-Nettoliga 2017

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Winterevent Januar 2017

Neuwied und die Loge "Zur Wahrheit und Treue"

Am 25. Januar trafen sich die Senioren und Seniorinnen in Neuwied zum ersten Winterevent im neuen Jahr. Peter Schega, ein ausgesprochener Neuwiedkenner, hatte das Ziel ausgesucht und die Highlights organisiert. Bei eisiger Kälte begannen wir am Schloßtheater in zwei Gruppen mit einer kleinen Stadtführung.

Die Geschichte Neuwieds geht wie in vielen Städten entlang des Rheins auf die Römer zurück. Aus den kleinen Erdkastellen gründete erst 1653 Graf Friedrich III. zu Wied seine Residenz „Newen Wied“. Das freiheitliche Stadtrecht war für alle wegen ihres Glaubens und Überzeugung vertriebenen offen. So bildete sich eine Gemeinschaft etlicher verschiedener Kirchen- und Glaubensgemeinschaften heraus. Zusätzlich war das freiheitliche Stadtrecht eine gute Grundlage für den Aufschwung der Stadt.

Ziele unserer Führung waren natürlich das Schloß, das „Alte Brauhaus“, das „Alte Zollhaus“, das Einkaufsviertel. Über die „Rheinstraße“, dem ehemaligen Sündenpfuhl der hochwassergeplagten Stadt konnten wir uns im Museum des „Neuwieder Deichbaus“ kurz aufwärmen. Dort erfuhren wir über Wirkung und Ausmaß der Hochwasser des Rheins und seiner Nebenflüsse. Neuwied liegt auf einem der ehemaligen Seitenarme des Rheins. Die Deichanlage wird derzeit umgestaltet und soll die Attraktivität der Stadt auch von der Rheinseite her erhöhen. So wacht denn die Statur des ehemaligen Bürgermeisters Krups erhaben und hoffnungsvoll auf der Staumauer über die weitere Entwiclung. Weiter herausragende Persönlichkeiten waren Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Abraham und David Röntgen.

Vom Deichmuseum ging es dann zur „Loge zur Wahrheit und Treue“. Dort wurden wir mit heißem Kaffee und Getränken begrüßt, sehr willkommen nach der Kälte draußen.

In einem ausführlichen Vortrag erläuterte uns Peter Hofmann Geschichte, Gedankengut und Funktion der Freimaurerloge, worüber anschließend angeregt diskutiert wurde.

Peter Schega hatte bereits einige treffende Fragen an die Veranstalter vorformuliert. Durch den Vortrag und die anschließende Diskussion ist vielleicht für viele von uns ein wenig mehr Licht in die Bruderschaft der Freimaurer entstanden, um deren Geschichte, Verflechtungen, Zielsetzungen und Wirkungsweisen sich viele Geschichten, Gerüchte und Behauptungen ranken.

Im Namen unserer Seniorengemeinschaft bedankte sich Peter Schega bei Herrn Hofmann für die offenen und interessanten Gespräche in der Loge.

Ein spannender Nachmittag, der mit einem gemütlichen Abendessen im „Marktbistro“ endete. Es gab wahrlich viel zu erzählen und zu diskutieren. Vielen Dank an Peter Schega für die Idee und Organisation, das macht Appetit auf mehr.

Das nächste Event ist unser Besuch im Arithmeum in Bonn am 14. Februar, organisiert von Dietmar Schulte.   

Winterevent Februar 2017 (D. Schulte; Arithmeum)

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